Vom Heldengedenktag zur Volkstrauer – 100 Jahre Volkstrauertag Vom 04. bis 27.11.2022, Fr 15-20 Uhr, Sa+So 13-18 Uhr, Eintritt frei für Lauffener (ansonsten 4 €)

Eine Ausstellung des Heimatvereins Lauffen e.V. und der ev. Kirchengemeinde Lauffen-Neckarwestheim im Hölderlinhaus Lauffen a.N.
Was vor hundert Jahren mit einer kleinen Feierstunde im Berliner Reichstag begann hat inzwischen eine wechselvolle Geschichte: Der jährlich begangene „Volkstrauertag“ wurde in der Nazi-Zeit zum „Heldengedenktag“. Nach 1945 kehrte man zur alten Lesart, dem Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt zurück. Inzwischen wurde das Totengedenken u.a. auf Opfer von Terrorismus und Rassismus ausgeweitet. Vielfältig sind die mahnenden Erinnerungsstücke, die nach dem ersten Weltkrieg in Lauffen entstanden sind: Das städtische Kriegerdenkmal im Rathaushof, ein „Benagelungszeichen“ in Form des Lauffener Stadtwappens, „Eiserne Bücher“ mit Fotos der Gefallenen und zwei große Eichenholztafeln der ev. Kirchengemeinde mit den 189 Namen der im Krieg getöteten Soldaten. Die selten gezeigten Exponate werden in der Ausstellung mit erläuternden Texten und Bildern präsentiert. Der Rückblick auf die Kriege vergangener Zeiten und ihre Folgen erscheint vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts erschreckend aktuell.

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